Musikverein

Musikverein Rauenstein

  • Gründung des Musikvereins Rauenstein im Jahre 1861

    Gründung des Musikvereins Rauenstein im Jahre 1861.


    Im Jahre 1783 wurde in Rauenstein die Porzellanfabrik gegründet, und somit trat für die Rauensteiner Einwohner eine grundlegende wirtschaftliche Änderung ein.

    Neben der Porzellanindustrie entwickelte sich auch die Puppenindustrie, und beide gaben den Rauensteinern Arbeit und Brot.

    Von Almerswind wurde der Lehrer Johann Georg Tenner nach Meschenbach versetzt. Sein Sohn, Amandus Tenner, heiratete die Tochter von Gottfried Pröschold, Flora Pröschold.

    So waren zwei Musikerfamilien vereint und die Hauptinitiatoren des damaligen Rauensteiner Musiklebens zusammen. Leider ist aus dieser Zeit wenig Material vorhanden und es bedurfte viel Mühe und Zeit, ein Bild von der Gründerzeit des Musikvereins zusammenzustellen.


    Der Lehrer Schuck ( 1857-1861 in Rauenstein lebend) verfaßte die Statuten. Hier einige ausgewählte Paragraphen:


    §11 Alle Mitglieder verpflichten sich wöchentlich 3 Gulden zu legen.


    §13 Von diesen Einlagen wird die Mühewaltung des Direktors, der monatlich 2 Gulden und bei Tanzvergnügen doppelten Lohn erhält (und darf der selbe nicht unter 1 Gulden betragen) und sonst sich nötig machende geringe Auslagen bestritten.


    §14 Jedes Mitglied hat bei den zu bestimmenden Proben sich regelmäßig und pünktlich zur festgelegten Zeit einzufinden.


    §15 Ist ein Mitglied abgehalten, nicht oder nicht gleich zu erscheinen, so hat es solches wenn irgend tunlichst, beim Direktor persönlich anzumelden.


    §16 Bleibt ein Mitglied unentschuldigt von den Proben, oder kommt es eine halbe Stunde später als zur festgesetzten Zeit, so wird es mit drei Kreuzern bestraft.


    §17 Hat sich ein Mitglied bei einer Pause oder nach Beendigung eines Stückes entfernt, so hat sich dasselbe vor Beginn eines anderen Stückes auf ein zum zweiten mal zugebendes Zeichen bei drei Gulden Strafe einzufinden.


    §18 Solange der Verein Schulden auf Instrumente und Noten hat, andere dürfen nicht gemacht werden, so muß jedes Mitglied, außer dem Direktor, bei Tanzvergnügen umsonst spielen.


    $20 Wollen neue Mitglieder zu dem Vereine treten, so haben sie sich einer mit ihnen vorher vorzunehmenden Probe zu unterziehen.


    $23 An dem vorhandenen Inventar haben alle Mitglieder gleiche Rechte, exklusive des Direktors, geben aber ihre Rechte auf, sobald sie aus dem Vereine treten.


    Die Statuten wurden unterzeichnet am 3. Mai 1861 von:


    Friedrich Buff, Luis Müller, Amandus Nenninger, Julius Müller, Christian Knoch, Albin Müller, Albin Leuthäuser, Wilhelm Schwesinger, Hermann Sauerteig, Robert Nenninger, Karl Preiß, Reinhold Müller, Wilhelm Tenner, Eduard Armann, Peter Michaelis, Adolph Schippel, Heinrich Sauerteig, Karl Kranich, Raimund Sauerteig, Josef Baume, Eugen Buff


    Die Statuten wurden dem herzoglichen Verwaltungsamt in Sonneberg zur Genehmigung eingereicht.


    Am 25.Mai 1861 erhielt der Lehrer Schuck folgendes Schreiben:


    Unter Rückgabe der Statuten wird dem Lehrer Schuck eröffnet, daß der Bildung des Musikvereins kein Bedenken entgegensteht, daß es sich aber von

    selbst versteht, das für den Verein, durch die Einrichtung der Statuten, die bestehenden polizeilichen Bestimmungen über Einhaltung der Polizeistunde, Einholung der districtpolizeilichen Erlaubnis zur Abhaltung von Tänzen, Concerten ingleichen der Bestimmung über das Vorrecht des Kirchenchors bei Aufführung von Tanzmusiken nicht aufgehoben sind.


    Sonneberg, den 25.Mai 1861

    Herzogliches Verwaltungsamt

    Unterschrift




    Der Musikverein war somit gegründet und wie die alten Kirchenbücher berichten, wurde fleißig musiziert. Noch im selben Jahr trat die neu gegründete Kapelle bei einem Gustav Adolph Fest vor der Kirche an die Öffentlichkeit. 


    Der Verein blieb natürlich nicht in seiner Form bestehen. Von außwärts kamen neue Interessenten, oder andere wurden zum Wehrdienst einberufen.


    Uns so ist es nicht verwunderlich, daß wir laufend neue Namen und Gesichter im Musikverein vorfinden.


    Berücksichtigt man den geringen Verdienst, den die Menschen zu jener Zeit hatten, so muß man den Unternehmungsgeist und den Ehrgeiz dieser Menschen bestaunen.

    Ein ständiges Probelokal hatte man nicht. Man zog von einem Wirtshaus zum anderen, denn man wollte ja auch bei jedem spielen und verdienen.

  • Mitglieder und Inventarverzeichnis im Jahre 1865

    Mitglieder im Jahre 1865:


    Amandus Tenner, E. Brandt, Peter Eyrich, Reinhold Leuthäuser, Gottfried Pröschold, Nicol Ehrlicher, Albin Leuthäuser, Hermann Sauerteig, Christian Müller, Wilhelm Tenner


    Inventarverzeichnis aus selbigem Jahr:


    1 Althorn mit drei Ventilen - 18.00 Gulden

    1 Mainzer Trompete - 14,30 Gulden

    1 Ventil Trompete - 12,30 Gulden

    1 Leipziger Posaune - 10,00 Gulden

    2 Klarionetten (A & B) - 10,45 Gulden

    1 D-Flöte - 4,00 Gulden

    1 Terzflöte - 4,45 Gulden

    1 Bombardon in F mit Es-Bogen - 35,00 Gulden

    1 Alt-Kornett mit F - Bogen - 13,00 Gulden

    2 Klarinetten ( B & Es) 5 Klappen - 5,00 Gulden

    1 Violine - 2,30 Gulden

    1 F-Kornett Alt - 13,30 Gulden

    1 Posaune - 15,00 Gulden

    1 Militärtrommel - 19,00 Gulden

    1 Klappenhorn - 7,00 Gulden

    1 Baß - 36,00 Gulden

    1 B - Klarinette mit A Mittelstück - 10,45 Gulden

    1 D - Klarinette mit 6 Klappen - 5,00 Gulden


    Summe: 234,60 Gulden



  • Protokoll Versammlung am 25.09.1886

    Alle Erfolge des Musikvereins und ihre Beliebtheit waren aber einzig und allein darauf zurückzuführen, daß sie sich eine strenge Ordnung und Disziplin auferlegten und regelmäßig ihre Proben durchführten.


    Nachstehendes Protokoll liefert dafür einen anschaulichen Beweis.


    Protokoll einer Versammlung der Musikvereinsmitglieder, geschehen zu Rauenstein am 25. September 1886:


    Die Mitglieder des hiesigen Musikvereins versammelten sich heute Abend ohne Instrumente im Lokal bei Elisabeth Armann zum Zwecke einer Regulierung des Vereins. Es wurde beschlossen und von allen Mitgliedern angenommen:


    1. Das der Verein fortbestehen soll


    2. Es soll ein Vorstand gewählt werden, welchen später festzusetzende Funktionen obliegen.


    Die Wahl des Vorstandes geschah durch Wahlzettel. Durch eine Stichwahl zwischen Franklin Müller und Adolph Schippel wurde letzterem der Posten des Vorstands anvertraut.


    Dieses Protokoll unterzeichneten:


    Franklin Müller (der spätere Schultheiß von Rauenstein), Eugen Buff, Gustav Tenner, Adolph Schippel, Gustav Müller (Blinder), Magnus Tenner, Franklin Müller, Emil Pröschold, A. Eichhorn, Karl Kranich


    Funktionen des Vorstandes


    1. Derselbe hatte die Proben zu bestellen. Konnte ein Mitglied zu festgesetzten Probe aus einem dringenden Grunde nicht erscheinen, so hatte sich selbiges Mitglied bis Mittag des selben Tages zu entschuldigen - unentschuldigtes Fehlen bedeutete 10 Pfennig Strafe.


    2. Der Vorstand hat weiter die Engagements - Akkorde abzuschließen.


    3. Die Preise für die Engagements hat er nach hiesigen Preisen festzulegen, bei Uneinigkeit mit den Antragstellern wird im Verein darüber diskutiert.


    4. Erlaubt sich ein Mitglied ohne die Einwilligung des Vorstands eine Tour während des Tanzes auszusetzen, so verfällt dieses Mitglied in eine Geldstrafe von 20 Pfennig.


    5. Auch steht dem Vorstand das Recht zu, wenn ein Mitglied unfähig ist, seinen Posten zu versehen, dasselbe teilweise oder gänzlich an dem betreffenden Abend vom Orchester zu verweisen.


    6. Die Strafe für selbiges Vergehen hat der Vorstand zu bestimmen.


    7. Die Anschaffung von Musikalien bleibt dem Verein anheimgestellt. Das Noten Reglement hat das jüngste Mitglied obliegen. Bei mangelnder Besorgung verfällt selbiges in Strafe, welche der Vorstand bestimmt.


    8. Proben sowie abgeschlossenen Akkorde sind pünktlich zur festgesetzten Stunde zu besuchen.


    Gez. Franklin Müller




  • Protokoll Versammlung am 03.12.1900

    Protokoll einer Versammlung des Musikvereins von 1900:


    Tagesordnung: Besprechung über Musikangelegenheiten


    Verhandelt zu Rauenstein, den 3.Dezember im Lokale des Franz Heinz zur Zeit bei Herrn Amadeus Nenninger, hier.


    Anwesend sind die unterzeichneten Mitglieder des Musikvereins. Zuvor wurde zur Wahl eines Vorstandes geschritten. Es erhielten Alfred Tenner: 2 Stimmen; Magnus Tenner: 2 Stimmen; Emil Pröschold: 4 Stimmen;


    Mithin ist Emil Pröschold als neuer Vorstand gewählt.


    Dieser hat die Funktionen wie im Protokoll vom 25.September 1886 zu erfüllen.

    Und überhaupt werden diese Vorschriften ausdrücklich heute wieder geltend gemacht... die Proben sind von jetzt ab wieder regelrecht die Sonnabende abzuhalten, wozu ein passendes Lokal beschaffet werden soll.


    Unterzeichnet:


    Emil Pröschold, Albrecht Fischer, Hugo Truckenbrodt, Alfred Tenner, Theodor Lippold, Eduard Jakob, Magnus Tenner, W. Tenner, Eugen Blechschmidt, Kuno Sauerteig, Armin Müller, Max Sauerteig, Max Müller





  • Trennung und Wiedervereinigung des Musikvereins

    Emil Pröschold war viele Jahre Vorstand und hatte auch die musikalische Leitung des Musikvereins.


    Eines Tages gab es Streit zwischen Emil Pröschold und den Tennern. Es soll ein Erbschaftsstreit gewesen sein, der nun auch in den Musikverein getragen wurde.

    Das Resultat war, die Teilung des Musikvereins in Tenners- und Pröschoildkappelle.


    Nun hatte Rauenstein 2 Musikkapellen.


    - die Tennerskapelle war wohl in ihrer Besetzung stärker und übernahm die Tradition des Musikvereins Rauenstein.

    - die Pröscholdkapelle bestand meist aus auswärtigen Musikanten und führte lediglich Tanzmusik auf.


    Im Jahre 1913 feierte man (2 Jahre verspätet) das 50-igste Jubiläum. Es war dies die Tennerkapelle. Sie hatten ihr Vereinslokal bei Louis Müller (Kasper).


    Am 4.1.1913 wurde in einer Versammlung das Weiterbestehen auf das alte Protokoll von 1886 verankert. Zu diesem Zeitpunkt waren folgende Mitglieder bei

    den Feierlichkeiten zu gegen:


    Albrecht Fischer, Max Müller, Richard Müller, Wilhelm Müller Preiß, Otto Lich, Emil Müller, Magnus Tenner, Hugo Weigelt, Gustav Tenner, Otto Müller, Harmann Lutz, Hugo Truckenbrodt, Alfred Kranich, Hugo Luthardt, Fritz Krannich, Hermann Zeltner, Hermann Müller


    Als 1. Vorsitzender wurde Magnus Tenner, als 2. Vorsitzender Emil Müller, als Kassierer Albrecht Fischer und als Dirigent Kuno Sauerteig gewählt.

    Diese Kapelle spielte bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges.

    Leider ging dieser nicht spurlos am Musikverein vorbei. Sieben Mitglieder kehrten nicht wieder heim. Es waren dies:


    Albrecht Fischer, Hermann Zeltner, Max Müller, Hugo Weigelt, Fritz Krannich, Hermann Müller, Gustav Tenner (verstarb kurznach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft)


    Bei der Pröscholdkapelle sollen die Verluste noch größer gewesen sein, so daß große Schwierigkeiten bestanden, die Kapellen wieder aufzubauen. Die tanzlustige Jugend, die heil aus dem Kreig weidergekehrt waren, veranstalteten im Jahre 1919 im Saale von Reinhold Müller (Holler) ein Tanzvergnügen. Der Musikverein trat nun zum erstenmal wieder auf. Bald kamen mehrere Veranstaltungen hinzu, so daß der Rauensteiner Musikverein wieder eine Betätigung hatte.


    Die personellen Schwierigkeiten bei den Kapellen führten zur Vereinigung der Tenner - und Pröscholdkappelle ( wahrscheinlich 1920).

    Nun hatte Rauenstein wieder seinen leistungsfähigen Musikverein.


    In einer Versammlung am 3. Januar 1920 wurden bei Lorenz Müller (Kasper) wieder feste Beschlüsse gefaßt und der gesamte Vorstand neu gewählt.


    Als erster Vorsitzender wurde Magnus Tenner, als zweiter Vorsitzender Emil Müller, als Notenwarte Otto Lich, und zum Dirigenten Kuno Sauerteig gewählt.

    Dieser Kuno Sauerteig sorgte ständig für Nachwuchs, vor allem im Blasmusikbereich.


    Neben leichter Unterhaltungsmusik wurde fleißig und regelmäßig die Tanzmusik ausgeübt. Der Verein war in einer ausgezeichneten Verfassung.


    1924 trat Kuno Sauerteig auf Grund verschiedener Differenzen aus dem Verein aus. Hermann Planer - Berufsmusiker - kam nach 1918 in die Heimat zurück und konnte nach dem Austritt von Kuno Sauerteig die musikalische Leitung des Vereins übernehmen.

    Hermann Planer stellte sehr große Anforderungen an die Rauensteiner Musikanten und zeigte ihnen den Weg zu den Klassikern und Romantikern.


    Es wurde jährlich ein großes Streichkonzert durchgeführt. Der Verein stand zu diesem Zeitpunkt auf einem beachtlichen Niveau.

    1928 wurden die Rauensteiner Musikanten für das Schalkauer Schützenfest verpflichtet.


    Im Jahre 1928 oder 29 legte auch Hermann Planer den Tacktstock nieder. Die wahl traf Wilhelm Müller Preiß, den erfahrendsten Musiker des Vereins.


    Jetzt wurde wieder mehr Blasmusik gespielt.

  • Protokoll Versammlung am 13.06.1924

    Rauenstein, den 13.Juni 1924


    Versammlung des Musikvereins Rauenstein


    Tagesordnung:

    1. Ausscheiden des Mitgliedes Kuno Sauerteig

    2. Umsatzsteuererklärung


    a) laut der Versammlung des Musikvereins Rauenstein vom 4.1.1913 hat Kuno Sauerteig keine Rechte und Ansprüche an Vereins - und Inventarvermögen. Es wurde einstimmig beschlossen, daß Kuno Sauerteig sämtliche Instrumente des Vereins an den Vorstand des Vereins W. Müller abzugeben hat.


    b) durch die neuste Verordnung des Reiches müssen Musikvereine Umsatzsteuer bezahlen. Daher wurde beschlossen, die Umsatzsteuer zu bezahlen.


    Hierauf Schluß der Versammlung


    gez. W.Müller



  • Protokoll Versammlung am 07.02.1925

    Rauenstein, den 7.Februar 1925


    Jahresversammlung Musikverein Rauenstein


    Tagesordnung:


    1. Kasselegung

    2. Vorstandwahl

    3. Anmeldungen

    4. Verschiedenes


    Die auf heute im Vereinslokal anberaumte Jahresversammlung ist von 15 Mitgliedern besucht.


    Der Vorstand heißt die erschienen Mitglieder herzlich willkommen. Er beginnt mit der Legung der Kasse, da er seither den Kassiererposten mit besorgt.

    Kassenbestand vom 10.8.1925 : 11,08 Reichsmark.


    Die Kasse wurde geprüft von Hugo Luthardt, Victor Memmler, Alfred Krannich und für richtig befunden. Der Kassierer wird entlastet.


    Der Vorstand wird neu gewählt und erfolgt durch Zuruf.


    Ergebnis: 1. Vorsitzender: Hugo Truckenbrodt, Kassierer: Wilhelm Müller Preiß, Schriftführer: M. Reichenbacher, Notenwart: Fritz Pröschold.


    Die Vereinzugehörigkeit für Victor Memmler, Armin Jakob, Leo Fuchs seit 1915 wird bestätigt.


    Neu aufgenommen wurden: Fritz Pröschold (1920), Max Kranich (1917), Max Reichenbacher ( 1924).


    Als Anfänger Mitglieder wurden aufgenommen: Max Höfler und Ewald Lutz.


    Es sollen neue Instrumente beschafft werden (Violonchello, Pauken, Blasbass). Es ist dem Dirigenten anheim gestellt, nähere Beziehungen mit den Lieferanten zu treffen.


    Gez. Max Reichenbacher


    Nachtrag:


    Da das frühere Mitglied Kuno Sauerteig seit Pfingsten 1924 vom Verein fortgeblieben ist, und einen neuen Musikverein gegründet hat, und damit gegen die Interessen unseres Musikvereins verstößt, wird beschlossen, ihn ab heute aus dem Verein auszuschließen.


    Neu aufgenommene Mitglieder haben erst Anteil am Vereinsvermögen, wenn sie 5 Jahre mitgewirkt haben.


    Hugo Truckenbrodt, Leo Fuchs, Ewald Lutz, Max Reichenbacher, Fritz Pröschold, Otto Lich, Wilhelm Müller, Hermann Planer, E.Müller Michel, Victor Memmler, Alfred Kranich, Max Höfler



  • Ab den 1930ern

    Die politischen Geschehnisse der damaligen Zeit gingen nicht spurlos am Musikverein vorbei. Im Jahre 1934 wurden alle Vereine gleichgeschaltet. Unser

    Verein sollte als SA Kapelle Dienst tun, was aber nicht von langer Dauer war.


    Als Dirigent wurde Lehrer Weingarten bestimmt. Er versuchte ein gutes Verhältnis in den Verein zu bringen, was ihm auch gelang. Dadurch ging der Verein in seinen Leistungen nicht zurück und hatte während der Nazizeit keinen Schaden genommen.


    Ein zweites mal wurde die Arbeit des Musikvereins durch einen Krieg unterbrochen. Und leider gab es wieder Opfer:

    Kurt Walter, Kurt Scheler


    Einige Kollegen mußten einige Jahre in Gefangenschaft verbringen, und mancher mochte nach dem Kriege nicht so recht, und so war das Häufchen sehr klein, welches die Initiative ergriff, das musikalische Leben in Rauenstein nach dem 2. Weltkrieg wieder zu erwecken.


    Im Jahre 1947 wurde in Rauestein der Kulturbund gegründet und damit bekam auch der Musikverein neue Aufgaben.

    Ein Streichkonzert unter Hermann Planer zeigte das hohe Niveau des Vereins.


    Doch leider waren die älteren Mitglieder nicht mehr gewillt, die Anstrengungen der vielen Proben auf sich zu nehmen. Weitere Todesfälle reduzierten den

    Personalstand des Vereins:

    Alfred Kranich, Hugo Truckenbrodt, Max Reichenbacher


    Man wandte sich nun wieder ausschließlich der Blasmusik zu.


    Im Jahre 1949 wurde die Leitung des Musikvereins an Kurt Müller übertragen. Und schon 1950 wurde am 1. Osterfeiertag ein großes Konzert des Blasorchesters Rauenstein durhfgeführt. Dieses fand großen Beifall in der Öffentlichkeit.

    Von 1952 bis 1954 war der Leiter wieder Wilhelm Müller.


    Von 1954 bis zum 100 jährigen Jubiläum war Kurt Müller Dirigent des Rauensteiner Musikvereins.

    Während der Festveranstltung wurden für ihre treuen Dienste ausgezeichnet:

    Victor Memmler, Hugo Luthardt, Leo Fuchs, Wilhelm Müller Preiß, Otto Lich



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